Therapie in Berlin bei Burn out & Stress:
Symptome erkennen und behandeln

Burn out Symptome
– neue Volkskrankheit “Erschöpfungssyndrom”

Bis zu 13 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland sind nach Schätzungen von Gesundheitsexperten und Krankenkassen von Burn out Symptomen betroffen, jeder fünfte Erwerbstätige erlebt Burnout-ähnliche -Phasen und fast jeder Zweite fühlt sich laut einer Studie „abgearbeitet und verbraucht“.

Ich liebe das Unterrichten und die Arbeit mit den Kindern. Unser Direktor schätzt mich auch sehr, da ich auch zum Dienst komme, wenn ich krank bin und oft einspringe, wenn Kollegen ausfallen. Vor ein paar Monaten habe ich ein paar anspruchsvolle Zusatzaufgaben bekommen und bearbeite diese zu Hause noch bis spät in die Nacht – schließlich soll daneben ja auch der Unterricht nicht leiden und ich möchte niemanden enttäuschen. Ich kann allerdings seit einiger Zeit einfach nicht mehr gut durchschlafen und habe am Tag oft rasende Kopfschmerzen. An den Wochenenden kann mich gar nicht mehr abschalten, ich möchte niemanden hören und sehen und einfach meine Ruhe haben. Ich fühle mich so erschöpft und leer

Zu Beginn hat mir mein Job so viel Spaß gemacht, ich habe alles gegeben. Mir ist auch die Anerkennung meines Chefs und von Kollegen sehr wichtig. Aber seit einiger Zeit habe ich Konzentrationsstörungen: mir passieren viele Flüchtigkeitsfehler, ich vergesse wichtige Termine… Und dazu dieser furchtbare Pfeifton in einem linken Ohr, der mich verrückt macht.

Ich bringe immer 150% Leistung und  erledige meine Aufgaben stets perfekt. Seit ein paar Monaten hat sich aber etwas geändert…ich fühle eine ständige innere Unruhe und ich fühle mich wie gefangen in einem Tunnel, es gibt nur noch den Job, meine Projekte.. Sogar wenn ich krank bin und das war ich letzter Zeit ständig. Dabei kann ich es mir gar nicht erlauben, einfach zu Hause zu bleiben und arbeite dann auch oft trotz Krankschreibung. Ich kann gar nicht mehr richtig abschalten, mein Kopf ist ständig in Betrieb –  die Gedanken kreisen und mein Herz rast

Ich weiß nicht mehr weiter…Seit Monaten wache ich ständig nachts auf, schwitze und kann nicht mehr einschlafen.  Und letztens hatte ich ein Gefühl von Panik, als ich nur eine simple Email abschicken sollte, weil ich mir selbst einfach nicht mehr vertraue… So kann es einfach nicht weitergehen…

Burn out Symptome

Sie finden sich in der ein oder anderen Aussage wieder? Dann sind Sie damit nicht alleine !

Ursachen I: Äußere Stressoren
Ständiges Multitasking und Termindruck gepaart mit geringer Wertschätzung

Häufige äußere Stressoren, die Burn out Symptome vor allem am Arbeitsplatz begünstigen sind laut Befragungen unter anderem:

das Multitasking, also dass zu viele Aufgaben gleichzeitig bewältigt werden müssen, ständiger Termin- und Leistungsdruck, das ständige gestört werden zum Beispiel durch Kollegen oder aber auch die ständige Erreichbarkeit durch die mediale Vernetzung (analoges Telefon+ Email + Handy + Social Media+ Skype, etc.),  eine sehr geringe Wertschätzung oder keine Anerkennung von Seiten der Vorgesetzten.

Bestehen gleichzeitig auch private Probleme (z.B. (Nicht-)Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Beziehungsprobleme, etc.)  kann dies die Situation natürlich auch noch verschärfen.

Auch Mobbing und ungelöste Konflikte mit Kollegen können  zu einer Dauerbelastung werden. (Wenn Sie unter Mobbing leiden, d.h. Ihre Persönlichkeitsrechte am Arbeitsplatz verletzt werden, ist auch eine rechtliche Beratung durch z.B. die Arbeitnehmerhilfe Berlin e.V. zu empfehlen: https://arbeitnehmerhilfe-berlin.de/rechtsberatung.html ).

Die Fakten zeigen: Deutschland hat scheinbar in Sachen Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz, beim Thema wertschätzender Führungsstil und Unterstützung der Mitarbeiter bei Überlastung noch sehr viel zu tun, um Arbeitnehmern ein angenehmes und motivierendes Klima zu schaffen. Doch nicht nur äußere Faktoren, sondern auch unsere inneren Einstellungen und Muster können Burn out Symptome begünstigen.

Ursachen II: Unsere inneren Stressoren begünstigen Burn out Symptome

Neben den erwähnten Stressfaktoren von außen spielen dazu auch unsere meist in der Kindheit gelernten inneren Einstellungen zur Arbeit  –  unsere Werte und Glaubenssätze  – eine Rolle und können, je nach Ausprägung, dazu führen, dass wir entweder für unsere (seelische) Gesundheit sorgen und öfter mal Grenzen setzen. Oder  – im ungünstigen Fall –  setzen wir uns (unbewusst) nur an die zweite Stelle, missachten unsere eigenen Bedürfnisse und verlieren uns z.B. in der Arbeit.

Unsere Einstellung zur Arbeit wird oftmals von unserer Erziehung geprägt und gerade in Deutschland ist bei der Generation unserer Eltern und Großeltern die “Faulenzerei”oder “der Müßiggang”, verpönt:„Müßiggang ist aller Laster Anfang“ und „Der frühe Vogel fängt den Wurm“  – dies sind beispielhafte Redewendungen, die wir unbewusst mit der Erziehung mitbekommen haben und die uns in unserer Einstellungen zu unserem Leben und zu der Rolle der Arbeit darin prägen.

Solche Redewendungen sind historisch, meist vor mehr als hundert Jahren entstanden und waren damals eventuell sogar auch teilweise überlebensnotwendige Tugenden.

Dabei weiß man heute, dass der Müßiggang – also das “auch mal faul sein dürfen” – eine für den Körper und Seele notwendige Phase ist: man fährt man ein paar Gänge runter oder gar in den Leerlauf, genießt und verweilt im  Hier und Jetzt, tankt dabei seine Energiesäulen neu auf und ist danach um einiges kreativer.

Innere Stressoren in unserer medialen und schnelllebigen Leistungsgesellschaft

Unsere anspruchsvolle und gefühlt immer schneller werdende Leistungsgesellschaft trägt dazu bei, dass übermäßiger Ehrgeiz, der Drang, sich immer wieder aufs Neue beweisen zu müssen, und stets 150% zu geben  belohnt und gefördert werden. Solange es Ihnen damit gut geht, ist das auch alles gar kein Problem. Dann schöpfen Sie aus Ihrem Tun genauso viel Energie, wie Sie dafür auch an Energie abgeben und es besteht ein Gleichgewicht in Ihrem Energiehaushalt.

Sobald Sie aber merken, dass sich an Ihrem Körpergefühl, Ihren Gefühlen und Stimmungen, an Ihrer Leistungsfähigkeit und in Ihren sozialen Beziehungen etwas geändert hat, sollten Sie einen Moment innehalten und reflektieren:

sind Ihre Erwartungen an sich selbst noch in einem gesunden Rahmen oder weitaus höher als jemals erreichbar? Bemerken Sie an sich einen überaus hohen Enthusiasmus, gepaart mit Perfektionismus? Sie mögen lieber keine Teilaufgaben delegieren aus Angst die Kontrolle zu verlieren, was Ihren Arbeitseinsatz zusätzlich verstärkt? Pausen überspringen Sie und Ihre Freizeitaktivitäten ebenfalls, da Sie am Abend lieber noch der Präsentation für den morgigen Tag  den letzten “besonderen Schliff” geben möchten? Am Wochenende fällt Ihnen das Abschalten zunehmend schwerer, Sie starten nicht wirklich entspannt in die neue Arbeitswoche?

Dann geben Sie mehr Energie ab, als dass Sie Neue aufnehmen – und dies führt auf Dauer zu einer chronischen Erschöpfung.  In Ihrem Energiehaushalt ist ein Ungleichgewicht entstanden  – Ihr Körper und ihre Seele leiden.

Burn out: chronische Erschöpfung gepaart mit einer depressiven Symptomatik

Nachfolgend finden Sie ein Aufzählung möglicher Anzeichen, die bei einem Burn out Syndrom vorkommen können. Eine Burn out Therapie oder Beratung ist dann empfehlenswert:

Anzeichen auf geistiger Ebene:

  • Konzentrationsstörungen
  • Gedächtnis- und Merkfähigkeitsstörungen
  • Schwäche im Treffen von Entscheidungen
  • Störungen der Auffassungsgabe
  • Verringerung der Phantasie und Kreativität
  • mangelndes Engagement (nach einer vorausgehenden Phase von starkem Enthusiasmus)
  • Ratlosigkeit

Anzeichen auf körperlicher Ebene:

  • ständige Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Immunschwäche und häufige Erkältungen
  • Magen-Darm-Probleme
  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen im Nacken-, Schulter-, Rückenbereich
  • innere Unruhe / Nervösität
  • Tendenz zu Aufputsch- und/oder Suchtmitteln

Anzeichen auf sozialer Ebene und im Verhalten:

  • soziale Isolierung und Rückzug
  • Widerstand gegen Anrufe und Besuche
  • Probleme mit der Beziehung / Familie
  • verringerte Fähigkeit, sich auf andere einzustellen
  • verringerte Konfliktfähgkeit
  • erhöhte Aggressivität
  • häufige Fehlzeiten
  • verringerte Effizienz

Anzeichen auf emotionaler Ebene:

  • innere Leere
  • Gefühle des Versagens
  • Gefühl der Hilflosigkeit und Verzweiflung
  • Niedergeschlagenheit
  • verringertes Einfühlungsvermögen
  • Hang zum Zynismus / Sarkasmus / Ironie
  • Angst und Unsicherheit
  • verringerte emotionale Belastbarkeit
  • aggressives Verhalten / Reizbarkeit
  • Widerwille gegen die Arbeit
  • Fluchtgedanken bis hin zu Suizidphantasien

Ich habe diese Anzeichen – was ist nun zu tun:
Burn out Prävention oder Burn out Therapie?

Wenn Sie mehrere dieser Anzeichen an sich fest stellen, ist schon die erste Hürde genommen: Sie sind achtsam mit sich selbst und möchten etwas für sich tun.

Falls Sie sich unsicher sind, ob in Ihrem Fall eine Psychotherapie oder ein präventives Coaching das Mittel der Wahl ist – kontaktieren Sie mich! Wir werden Ihr Anliegen in einem  telefonischen Erstkontakt sowie in einer persönlichen Kennenlernsitzung besprechen und dann das weitere Vorgehen entscheiden.

Fühlen Sie sich eingeladen, zusammen mit mir Ihre Situation genauer zu beleuchten:
dabei ist es mir im systemischen Therapie- und/oder Coachingprozess besonders wichtig,

das Bewusstsein für sich selbst und Ihre Bedürfnisse zu schärfen,
Ihren Selbstwert zu stärken,
so dass Sie neuen Mut finden und
neue Perspektiven sehen können.

Ziel des Prozesses sollte letztlich sein, das sich Ihr Wohlbefinden nachhaltig verbessern kann (im Rahmen des Heilmittelwerbegesetzes muss ich darauf hinweisen, dass dies kein Heilungsversprechen ist).

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Diskretion und Vertraulichkeit:

Ich unterliege der Schweigepflicht nach Artikel 3 der Berufsordnung für Heilpraktiker. Alle Informationen und Daten werden diskret und streng vertraulich behandelt.

*Quellen: KKH Allianz: Berliner Dialog 2012 + Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Stressreport 2012 + TK Stressstudie 2016: „Entspann dich Deutschland“ + mit Stand 16.08.2018: http://www.muenchener-institut.de/daten-fakten-folgen-fuer-unternehmen/
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