Hilfe & Beratung bei Mobbing
und bei Konflikten am Arbeitsplatz (Schule, Uni, etc.)

Mobbing – wenn der Gang ins Büro zum Albtraum wird…

Sie wachen morgens mit Bauschmerzen auf und fahren mit Magendrücken zur Arbeit oder zur Schule? Sie haben Albträume und schlafen schlecht? Sie geraten in gewissen (Gruppen)Situationen auf der Arbeit z.B. in Meetings ins Schwitzen und bemerken, dass Ihre Hände zittern? Sie fühlen sich alleine und ausgegrenzt und wissen nicht mehr, was Sie tun sollen? Sonntagsnachmittags verspüren Sie Ängste oder sogar leichte Panik, wenn Sie an den Montagmorgen denken?

Am Arbeitsplatz saß ich irgendwann nur noch verkrampft an meinem Rechner und hatte Angst etwas falsch zu machen. Fast täglich bin ich Schikanen ausgesetzt. Einmal wurde ein „Notfall-Meeting“ einberufen, weil sich in meiner 50-Seiten Präsentation ein kleiner Satz mit einem einzigen falsch gesetzten Komma befand… Irgendwann habe ich mir selbst nicht mehr über den Weg getraut„Soll ich diese E-Mail jetzt einfach abschicken?”, „Kann ich das Bild so verwenden?”, „Habe ich die Aufgabe falsch verstanden?”, „Bin ich zu langsam?” … Mein Selbstbewusstsein ist im Keller und ich fühle mich einsam

Jeden Freitagabend bin ich am Ende.. dann habe ich 5 Tagen voller Demütigungen und Erniedrigungen hinter mir. Am schlimmsten ist, dass ich in einem Großraumbüro sitze und von unserer Leitung vor allen komplett runter gemacht und angeschrien werde. Und keiner unterstützt mich, keiner sagt was aus Angst, ihn könnte es als nächsten treffen. Manchmal gehe ich dann einfach schnell auf Toilette, weil keiner sehen soll, dass mir die Tränen kommen. Irgendwann war ich davon überzeugt, dass ich einfach nicht gut genug bin und habe noch mehr gearbeitet um das zu kompensieren. Das Resultat ist nun das Gefühl einer totalen Erschöpfung und ich möchte einfach nur noch meine Ruhe haben und alleine sein… Ich weiß nicht, wie ich das weiter aushalten soll…

Als ich in das neue Team kam, war ich richtig motiviert – wollte etwas bewegen. Aber irgendwas ist von Anfang an schief gelaufen… ich wurde ausgeschlossen, nicht gefragt, ob ich mit Mittagessen möchte. Mir wurden wichtige Informationen vorenthalten, weshalb ich meine Aufgaben nicht richtig erledigen konnte, was mir wiederum Ärger mit meinem Chef einbrachte. Irgendwann bekam ich Angst,  in Meetings etwas zu sagen, weil ich wusste, dass ich einfach nicht ernst genommen werde. Ich werde einfach ignoriert. Ich habe Schlafstörungen, meine Gedanken drehen sich im Kreis. Und Sonntagsnachmittags beginnt es langsam aber schleichend, diese Angst vor dem Beginn der neuen Woche… Manchmal spüre ich eine richtige Panik

Menschen, die unter Mobbing leiden, denken oft, dass Sie Schuld an Ihrer Situation sind oder gehen davon aus, dass nur Ihnen so etwas passiert – aber Sie sind mit Ihrer Situation nicht alleine (!):
aktuellen Schätzungen des Bundesministriums für Familie und zivigesellschaftliche Aufgaben zufolge leiden etwa 1,6 Millionen Menschen darunter, an ihrem Arbeitsplatz feindselig behandelt, gedemütigt und ausgegrenzt zu werden.

Formen des Mobbings

Mobbing äußert sich durch die Verletzung von Persönlichkeitsrechten am Arbeitsplatz, in der Schule, Uni, etc. Dies kann vielfältige Formen haben, die folgende Liste fasst diese einmal zusammen:

 

Angriffe auf das soziale Ansehen:

durch das Ausnutzen von Schwächen, Verbreitung von Gerüchten, kritische Äußerungen zum Privatleben der Person vor Kollegen, sexuelle Anspielungen

Angriffe auf die Qualität der Arbeit:

durch die grundlose Entziehung von Zuständigkeiten, Vorenthalten von Informationen, nicht nachvollziehbar schlechte Bewertungen, Zuweisung sinnloser und entwürdigender Aufgaben

Angriffe auf die Gesundheit:

durch die Anweisung  gesundheitsschädliche Aufgaben durchzuführen, durch das Erzeugen diverser Stresssituationen, die Androhung und Ausübung von Gewalt

Angriffe auf die sozialen Beziehungen:

durch abwertende, respektlose Umgangsformen, Verweigerung sozialer Interaktionen, Ausschluss von Gesprächen und Entscheidungen

Mobbing gefährdet Ihre Gesundheit – mögliche Symptome:

Wie auch immer Ihr spezifischer Fall von Mobbing aussieht – eines haben alle Fälle gemeinsam: Mobbing und ungelöste Konflikte mit Kollegen können  zu einer Dauerbelastung werden, die Ihrer psychischen und körperlichen Gesundheit erheblich schaden kann.

Mobbing  gefährdet Ihre psychische Gesundheit und ist mitverantwortlich für einem erheblichen Verlust des Selbstbewusstseins und Selbstvertrauens  und kann zu starker Niedergeschlagenheit & Depressionen, Angststörungen und Panikattacken, Gedankenkreisen, Selbstzweifel, Rastlosigkeit, Konzentrationsstörungen, aggressivem Verhalten bis sogar hin zu Suizidgedanken führen.

Auch ein Burn out kann sich aus dieser psychischen Dauerbelastung heraus entwickeln. Mehr zu den Symptomen von Burn out und Therapiemöglichkeiten lesen Sie in meiner Rubrik „Burn out & Stress“.

Hinzu können psychosomatischen Beschwerden auftreten wie
Kopfschmerzen, Migräne, Herz-Kreislaufbeschwerden, Magenerkrankungen, Schlafstörungen, Rückenschmerzen, etc.

Eventuell kommen dann auch noch Existenzängste hinzu, da Sie nicht wissen, wie Sie aus der Situationen herauskommen, ohne auch noch finanziell Schaden zu nehmen.

Mobbing frühzeitig einen Riegel vorschieben:
Arbeitnehmerhilfe kontaktieren

Unter Mobbing zu leiden bedeutet, dass  Ihre Persönlichkeitsrechte am Arbeitsplatz verletzt werden.

Deshalb ist neben psychologischer Begleitung & Hilfe  auch eine rechtliche Beratung durch spezialisierte Anwälte und Berater wie in Berlin z.B. durch die Arbeitnehmerhilfe Berlin e.V. zu empfehlen: https://arbeitnehmerhilfe-berlin.de/rechtsberatung.html.

Dies kann Ihnen Rückendeckung verschaffen, Ihnen werden Lösungsmöglichkeiten und Perspektiven aufgezeigt. Dadurch fühlen Sie  sich unterstützt, was auch ein Gefühl von Sicherheit und Rückhalt geben kann, was gerade in einer so schwierigen Phase Gold wert ist.

Ich werde gemobbt – was kann ich tun?

  • Sofern das Mobbing von Ihrem Kollegen ausgeht und Sie ein vertrauensvolles Verhältnis zu Ihrem Vorgesetzten haben, sprechen Sie unbedingt mit ihm über die Geschehnisse und versuchen Sie, zusammen mit ihm,  tragfähige Lösungsmöglichkeiten  zu finden.

 

  • Sofern es in Ihrem Betrieb einen Betriebsrat gibt, schalten Sie diesen ein. In der Regel können Sie erstmal ein vertrauensvolles Erstgespräch mit diesem führen, sich beraten lassen und gemeinsame Schritte besprechen.

 

  • Führen Sie ein Mobbing-Tagebuch: tragen Sie hier sämtliche relevanten Daten wie Datum, Uhrzeit, involvierte Personen (Mobber wie Zeugen) ein. Dies hilft Ihnen zum Beispiel beim Gespräch mit Ihrem Chef oder einem Betriebsrat oder eventuellem Rechtsbeistand einen klar strukturierten Bericht abzuliefern, so dass Ihr Gegenüber sich gut in Sie hineinversetzen und die Situation gut nachvollziehen kann.

 

  • Regen Sie den Einsatz eines Mediators an: dieser hilft als neutraler Dritter in Konflikten zu vermitteln. Ebenso signalisieren Sie dadurch Ihren Reflexionsgrad und Kompromissbereitschaft, wenn Sie zum Beispiel mit Ihrem Vorgesetzen darüber sprechen.

Ich leide bereits unter körperlichen und psychischen Symptomen – was kann ich tun?
Brauche ich eine Psychotherapie?

Sollten Sie unter psychischen und körperlichen Symptomen leiden, brauchen Sie in erster Linie jemanden, mit dem sie vertrauensvoll über Ihre Situation und Emotionen sprechen können. Es geht in erster Linie darum, dass Sie sich zunächst einmal emotional entlasten können. Dass Sie mit jemanden zusammen wieder zu Halt und Stabilität finden und zusammen Lösungswege entwickeln können, die Ihnen individuell helfen, mit der schwierigen Situation besser umzugehen.

Falls Sie sich unsicher sind, ob in Ihrem Fall eine Psychotherapie oder eine (präventive) psychologische Beratung / ein Coaching in Frage kommt– kontaktieren Sie michWir werden Ihr Anliegen in einem  telefonischen Erstkontakt sowie in einem persönlichen Erstgespräch besprechen und dann das weitere Vorgehen entscheiden.

Fühlen Sie sich eingeladen, zusammen mit mir Ihre Situation genauer zu beleuchten:
dabei ist es mir im systemischen Therapie- und/oder Coachingprozess besonders wichtig,

das Bewusstsein für sich selbst und Ihre Bedürfnisse zu schärfen,
Ihren Selbstwert zu stärken,
so dass Sie neuen Mut finden und
neue Perspektiven sehen können.

Ziel des Prozesses sollte letztlich sein, das sich Ihr Wohlbefinden nachhaltig verbessern kann und Sie zu neuer Stärke und Stabilität finden können. (Im Rahmen des Heilmittelwerbegesetzes muss ich darauf hinweisen, dass dies kein Heilungsversprechen ist).

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Diskretion und Vertraulichkeit:

Ich unterliege der Schweigepflicht nach Artikel 3 der Berufsordnung für Heilpraktiker. Alle Informationen und Daten werden diskret und streng vertraulich behandelt.

*Quellen: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gibt den sogenannten „Mobbing-Report“ (Berlin 2002)
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